Blut(hoch)druck

Am 25.03.2020

Jeder vierte Österreicher ist davon betroffen: Bluthochdruck – auch Hypertonie genannt. Es handelt sich dabei um eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken. Eine Früherkennung im Rahmen von regelmäßigen Blutdruckkontrollen kann Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall verhindern.

Wenn der Blutdruck steigt
Der Blutdruckwert besteht aus zwei Zahlen: Die erste entspricht dem systolischen Wert, also dem Druck der Anspannungsphase des Herzens. Der zweite Wert – die Diastole – beschreibt dagegen den Druck in der Entspannungsphase. Als optimaler Blutdruckwert für einen Erwachsenen wurde 120/80 mmHG festgelegt. Von Bluthochdruck (Hypertonie) wird dann gesprochen, wenn von dreißig Messungen mehr als sieben bei oder über folgenden Werten liegen: 140/90 mmHG bei Arztmessung und 135/85 mmHG bei Selbstmessung.

Der Unterschied bei den Grenzwerten ist mit dem sogenannten „Weißkitteleffekt“ zu erklären. Es ist nämlich davon auszugehen, dass der Arztbesuch eine kleine Aufregung auslöst und deswegen der Blutdruck dort geringfügig höher als zu Hause ist. Schätzungen zufolge weiß nur die Hälfte aller Betroffenen von der eigenen Hypertonie. Dabei können bei Früherkennung Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall verhindert werden. Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle ist daher dringend empfohlen!

Das gilt es beim Blutdruckmessen zu beachten
Die bevorzugten Geräte für die Selbstmessung sind elektronische Blutdruckmesser für die Messung am Oberarm oder Handgelenk. Ihre Handhabung lässt sich rasch erlernen, die Bedienung ist besonders einfach und es erfolgt eine automatische Registrierung von Blutdruck und Pulsfrequenz. Viele verfügen zusätzlich über einen Speicher für die letzten dreißig Messwerte, was die Dokumentation vereinfacht.

Bei der Anschaffung des Blutdruckmessers vertrauen Sie am besten Ihrem Arzt oder Apotheker. Ihr Apotheken-Team empfiehlt Ihnen gerne das für Sie passende Gerät, übt mit Ihnen die Handhabung und erklärt, was Sie bei der Messung beachten sollten. Nur so können Sie sichergehen, dass die Messung zu Hause auch richtig erfolgt.

Der Blutdruck ist stets zur gleichen Tageszeit zu messen, anfangs morgens und abends. Später reichen zwei bis drei Messungen pro Woche. Die Messung sollte immer vor Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten und im Ruhezustand vorgenommen werden. Sprechen Sie während der Messung nicht und schlagen Sie auch die Beine nicht übereinander. Eine halbe Stunde vor der Messung sollten Sie keinen Alkohol, Kaffee oder Tee zu sich nehmen und auch auf das Rauchen verzichten.
Haben Sie Fragen zum Thema „Blut(hoch)druck“? Gerne beraten wir Sie individuell in Ihrer Apotheke.

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